Energieeffizienz sichert weltweite Wettbewerbsfähigkeit

Erika Blaesing GmbH investiert in energiesparende Produktionsmittel – für die Umwelt und aus Kostengründen

Energiekosten sind Produktionskosten. Für den scharf kalkulierenden Unternehmer Peter Achtzehnter stehen sie deshalb ganz oben auf der Prioritätenliste. Mit Unterstützung einer Hessen-PIUS-Beratung analysierte der Geschäftsführer vor zwei Jahren die Energieeffizienz seines mittelständischen Metallverarbeitungsbetriebs. Er investierte in eine neue Produktionshalle, eine innovative Wärmegewinnung, eine Photovoltaik- und eine Beleuchtungsanlage. So reduzierte er seine betriebliche CO2-Bilanz um 30 Prozent.

„Ohne den Druck steigender Energiekosten wären der deutsche Mittelstand und die Industrie international nicht so erfolgreich“, meint Peter Achtzehnter. „Denn so sind wir Innovationstreiber mit energiesparender Produktionstechnik und Produkten geworden, die weltweit nachgefragt werden“. Sein stark wachsendes Unternehmen produziert unter anderem Komponenten, die in Fahrzeugen von BMW eingebaut werden. Der Automobilhersteller verlangt von seinen Zulieferern, dass sie nach der Umweltschutznorm für produzierende Betriebe, der DIN EN 14.001, zertifiziert sind. Energieeffizienz ist für den erfolgreichen Familienunternehmer, der seit 2005 seine Mitarbeiterzahl auf 27 mehr als verdoppelte, also ein Wettbewerbsfaktor. Seine Motivation zum Energiesparen geht aber weiter: Auch Umwelt- und Klimaschutz sowie die Verantwortung für die nachfolgenden Generationen treiben ihn an.

Gedämmte Produktionshalle mit intelligenter Lichtsteuerung

2011 errichtet das Unternehmen eine neue Produktionshalle, die die Standards der aktuellen Energieeinsparverordnung für Neubauten (EnEV 2009) unterbietet. Eine moderne Holz-Pellet-Heizung reduziert den Verbrauch an Primärenergie um 70 Prozent. Eine intelligente Steuerungsanlage regelt in Verbindung mit einer großen Lichtkuppel die Leuchtstärke der sparsamen LED-Lampen und Leuchtstoffröhren. Allein dadurch reduziert er seinen Stromverbauch um 15.000 kWh pro Jahr gegenüber herkömmlicher Technik. In seinem Betrieb wird er liebevoll „Mc Achtzehnter“ genannt; seine Mitarbeiter unterstützen seinen entschiedenen Energiesparwillen. Auf ihre Initiative hin ziert nun eine 63 kW starke Photovoltaikanlage das neue Hallendach. Bei der Auswahl der Anbieter achtete Peter Achtzehnter darauf, dass nur Komponenten aus deutscher Produktion zum Einsatz kamen. Die Anlage amortisiert sich zwar erst in 10 Jahren. Dafür aber verdient er mit ihr im besten Falle weitere zehn Jahre Geld. Bei der Metallverarbeitung braucht er viel Energie und wird 99 Prozent seines erzeugten Stroms selbst nutzen. Von den Netzbetreibern erhält er für jede Kilowattstunde 17 Cent. Bei der Erzeugung rechnet er aber nur mit 15 Cent Aufwand inklusive Kapitalkosten. „Ein gutes Investment, das sich rechnet“, begründet Peter Achtzehnter seine Entscheidung.

Ziel: CO2-Bilanz bis 2014 um 60 Prozent verbessern

Schon heute liegt die Erika Blaesing GmbH bei den Energiekosten weit unter Branchendurchschnitt. Bei vergleichbaren Betrieben liegt der Stromkostenanteil bei 2,5 bis 3 Prozent vom Umsatz. In den vergangenen drei Jahren konnte Peter Achtzehnter seinen auf 2 Prozent senken. „Wir liegen bei den Stromkosten somit 20 bis 50 Prozent unter dem anderer Betriebe und haben dadurch echte Wettbewerbsvorteile.“ Als Familienunternehmen reinvestiert er aber sofort wieder in den Betrieb. „Die PIUS-Beratung über das RKW Hessen hat mir gezeigt, dass ich noch ungenutztes Einsparpotenzial habe“. Als nächstes kommen die alte Produktionshalle und das Verwaltungsgebäude an die Reihe. Sein Effizienzziel? „Ich will meine CO2-Bilanz bis 2014 gegenüber 2010 um 60 Prozent reduzieren“.

Ansprechpartner RKW Hessen GmbH:

Kay Uwe Bolduan
Tel: 0 61 96 / 97 02-55
k.bolduan(at)rkw-hessen.de

 

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