Minister Al-Wazir unterstützt Energieeffizienz im Mittelstand

„Wirtschaftsminister Al-Wazir bekennt sich zur Unterstützung des Mittelstands. Effizienzsteigerung und Investitionen in Produktionsmittel haben in Wiesbaden einen starken Verbündeten“ kommentiert Sascha Gutzeit, Projektleiter Hessische Initiative für Energieberatung im Mittelstand und Geschäftsführer RKW Hessen GmbH

Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung vom 18. März 2014

Hessische Initiative: Das Thema Energieeffizienz zieht sich wie ein roter Faden durch den Koalitionsvertrag. Was sind die Motive und Ziele der Landesregierung und Ihre als Minister?

Minister Al-Wazir: "Energieeffizienz gehört neben dem Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung zu den tragenden Säulen der Energiewende. Denn für Energie, die nicht gebraucht wird, müssen wir keine Produktionskapazitäten aufbauen. Deshalb unterstützen wir die Hessische Initiative für Energieberatung im Mittelstand natürlich weiter. Wir halten fest an den Vereinbarungen des Hessischen Energiegipfels: Bis 2050 wollen wir die hessische Energieversorgung nicht nur beim Strom, sondern auch in der Wärmeversorgung zu 100 Prozent auf erneuerbare Quellen umstellen. Noch in dieser Wahlperiode bis 2018 wollen wir den Anteil an der Stromversorgung in Hessen sogar verdoppeln. Ohne Anstrengungen von allen Seiten, Privaten, öffentlicher Hand und Unternehmen auch bei der Effizienz ist das nicht zu schaffen."

Wie wollen Sie diese Ziele erreichen?

"In meinem Ministerium arbeitet nun die Monitoringstelle nach dem Energiezukunftsgesetz. Sie erarbeitet Empfehlungen für den zügigen Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung und der Energieeffizienz. Vor allem wollen wir die Sanierungsquote im Gebäudebestand von 0,75 Schritt für Schritt in Richtung der nötigen 2,5 bis 3 Prozent anheben. Die Landesregierung geht hier mit gutem Beispiel voran. Wir streben durch sukzessive Modernisierung der landeseigenen Liegenschaften eine CO2-freie Landesverwaltung an."

Was erwarten Sie vom Mittelstand?

"Ich setze auf den hessischen Mittelstand als Motor für Energieeffizienz durch Innovation. Denn wie die Hessische Initiative mit Praxisbeispielen belegt, bestehen enorme Effizienzpotenziale. Und das nicht nur bei der Sanierung von Gebäuden sondern gerade auch in der Produktion. Beeindruckend finde ich auch, dass manchmal schon kleine Verhaltensmaßnahmen zehn Prozent oder mehr Energie einsparen helfen. Ich möchte in den nächsten Jahren noch viele Erfolgsgeschichten von Mittelständlern wie der Druckerei Lokay, dem Einrichtungshaus Hämel oder dem Präzisionswerkzeugbauer Schoder lesen. Sie alle zeigen eindrucksvoll, wie sich kleine und mittlere Unternehmen durch Investitionen in effiziente Energietechnik Wettbewerbsvorteile erarbeiten. Und solche Beispiele zeigen, dass es keinen Widerspruch zwischen Ökonomie und Ökologie gibt. Denn wer heute in Energiespartechnik seiner Produktionsmittel investiert, hat Morgen mehr Spielräume und zudem einen Imagevorteil."

Was kann der Mittelstand von der Landesregierung erwarten?

"Wir sind uns einig, dass wir die Beratung kleiner und mittlerer Unternehmen in den Bereichen Energieeffizienz, Produktions- und Prozessoptimierung und Innovation mit möglichst unternehmensnahen Strukturen erhalten und optimieren wollen. Neben den bestehenden Förderprogrammen wie Hessen-PIUS zum Produktionsintegrierten Umweltschutz wollen wir die Leistungsfähigkeit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank), der HA Hessen Agentur und eben auch die Informationsarbeit der Hessischen Initiative für Energieberatung im Mittestand stärken."

Was empfehlen Sie Unternehmern?

"Keiner muss – aber jeder ist eingeladen, den Innovations- und Modernisierungsweg der Energiewende in Hessen mitzugehen und zu gestalten. Nach allen Erfahrungen, die wir unter anderem mit Hessen-PIUS gesammelt haben, findet sich fast immer ein Weg für eine Finanzierung. Dafür stehen zahlreiche Förderprogramme in Hessen, der EU, der KfW, der WI-Bank und Fördermaßnahmen der Bundesregierung bereit – sie müssen nur beantragt werden. Ein richtiger Schritt für alle Unternehmer ist eine kostenfreie Erstberatung bei der Hessischen Initiative. Denn ihre Neutralität ist einmalig, weil hier alle Partner der Wirtschaft, die hessischen Industrie- und Handelskammern, der Hessische Handwerkstag, die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände und die Gewerkschaften mit DGB, IG Metall und IG BCE an einem Strang ziehen, im Einklang mit der hessischen Landesregierung."

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