KfW Energieeffizienz: Investitionsförderung für Sanierung und Modernisierung der Produktion und gewerblicher Immobilien

Sie wollen Ihr Unternehmen grundständig modernisieren? Sie wollen Ihre Gewerbeimmobilie sanieren und die Energieeffizienz steigern? Sie wollen die Energieeffizienz Ihrer Produktion verbessern und Energiekosten im laufenden Betrieb einsparen? Sie wollen vielleicht auch in Erneuerbare Energien investieren und Strom sowie Wärme für Ihr Unternehmen selbst produzieren? Und Sie brauchen zwischen 500.000 und 25 Millionen Euro? Dann steht Ihnen die Bundesfinanzierung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) offen. Hier beantworten wir Ihnen alle Fragen rund um die Kredite und Zuschüsse der KfW. Zudem erfahren Sie, wie Sie mit unserer durch das Land Hessen bezuschussten PIUS-Beratung die Antragstellung der KfW-Investitionsförderung vorbereiten.

Was ist die KfW und wie arbeitet sie?

Die staatliche Förderbank wurde 1948 als Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gegründet. Sie finanzierte mit Darlehn den Wiederaufbau Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg. Die Mittel generierte sie über den Zahlungsverkehr im Rahmen des Marshall-Plans. Sie ist heute die weltweit größte Förderbank und mit ihrer Bilanzsumme von über 506 Milliarden Euro (2019) die drittgrößte Bank in Deutschland. Die KfW vergibt im Auftrag der Bundesregierung Kredite, Darlehen und Zuschüsse im Rahmen von Förderprogrammen an Unternehmen und Privatpersonen. Es gibt unterschiedliche Förderprogramme, die eine politisch gewünschte Lenkungswirkung entfalten sollen. Einen großen Anteil hat die KfW an der Gestaltung und Finanzierung der Energiewende. Die Förderprodukte für Energie und Umwelt der KfW verfolgen das Ziel, Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen zu unterstützen, mit denen sie ihre Energieeffizienz verbessern. Dafür vergibt die KfW in verschiedenen Förderlinien Zuschüsse, Kredite sowie Tilgungszuschüsse. Nachfolgend erläutern wir detailliert die Förderlinien, was diese fördern und welche Bedingungen Sie als Unternehmen erfüllen müssen.

 

Wie funktioniert die KfW und wo muss ich meinen Antrag stellen?

Die KfW ist aber keine gewöhnliche Filialbank. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über Banken, Sparkassen und Raiffeisenbanken und ähnliche Kreditinstitute. In der Regel sollten Unternehmer ihre Anträge bei ihrer Hausbank stellen, die sowohl das Unternehmen kennt als auch die Förderrichtlinien der KfW. Die Hausbanken prüfen auch die Anträge, bewilligen diese und stellen die Kreditsumme auf dem Kundenkonto bereit. Im Binnenverhältnis zwischen Hausbank und KfW wierden dann Finanzierung und Abwicklung organisiert. Als Kunde profitieren Sie bei einem durch die KfW geförderten Kredit durch besonders niedrige Zinsen, die unterhalb der banküblichen Zinsen liegen. Der effektive Jahreszins ist abhängig von der individuellen Bonität und beginnt oft nur knapp oberhalb von einem Prozent pro Jahr. Bei zahlreichen Programmen beteiligt sich die KfW auch direkt mit Zuschüssen. Je nach Förderrichtlinie übernimmt die KfW einen prozentualen Anteil des zugesagten Kreditbetrags oder die Kosten für Baubegleitung. In anderen Förderlinien gewährt die KfW einen Tilgungszuschuss.

 

Wie komme ich an die Zuschüsse und Kredite der KfW heran?

Für eine Antwort auf diese Frage müssen Sie sich mit den eben erwähnten „Förderrichtlinien“ beschäftigen. In diesen legt die KfW fest, für welche Maßnahme sie welche Förderung gewährt. Hier steht vieles im berühmten „Kleingedruckten“. Dort werden EN DIN-Normen erwähnt, die Ihre Maßnahmen erfüllen müssen. Bestimmte Technologien sind nur förderfähig, wenn sie EU-Verordnungen erfüllen oder gar vorgegebene Effizienzwerte unterschreiten. Als Unternehmer müssten Sie sich in eine völlig neue Materie einarbeiten, um einen Antrag auf eine KfW-Förderung erfolgreich zu erstellen. Und auch der Berater Ihrer Hausbank, die Ihren Antrag prüft, müsste sich mit technisch komplexen Maschinen und Anlagen auskennen. Viel einfacher ist es daher, wenn Sie einen Ingenieur mit der Vorbereitung Ihres Antrags beauftragen. Dieser berechnet bis in die zweite Nachkommastelle exakt, welche Effizienzgewinne Ihre Maßnahmen bringen. Und mit einem so durchgerechneten Energieeffizienz-Konzept überzeugen Sie auch Ihre Hausbank. Und selbst, wenn Sie jetzt einwenden, dass ein solcher Ingenieur Geld kostet: Mit der PIUS-Beratungsförderung erhalten bis zu 13.000 Euro Zuschuss. Und das Beste ist, dass unsere freiberuflich arbeitenden Ingenieure bereits bei der KfW akkreditiert sind. Mit ihren Energieeffizienz-Konzepten stehen die diese Experten für geprüfte Beratungsqualität.

 

Was fördert die KfW-Bundesförderung für Energie und Umwelt?

Die KfW-Förderprodukte für Energie und Umwelt sind in die drei Förderlinien „Klimaschutz“, „Energieeffizienz“ sowie „Erneuerbare Energien und Umwelt“ gegliedert, die wiederum in zehn Unterprogramme unterteilt sind. Mit ihren unterschiedlichen Förderzielen verbunden sind auch unterschiedliche Förderhöhen, Zinssätze, Zuschüsse, tilgungsfreie Zeiten, Laufzeiten und Kredithöhen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen hier die für den Mittelstand wichtigsten Programme vor, die Investitionen in Sanierung und Modernisierung der Produktion und gewerblicher Immobilien fördern:

 

Klimaschutzoffensive für den Mittelstand (293)

Gefördert werden Investitionen zur Verringerung, Vermeidung und zum Abbau von Treibhausgasen entlang der neuen EU-Taxonomie. Dieses neue Klassifizierungssystem wurde Ende 2019 vom EU-Parlament beschlossen und soll Transparenz über den Nachhaltigkeitsgrad von Unternehmen und Finanzprodukten herstellen.

Förderfähig sind unter anderem:

  • Klimafreundliche Produktionsverfahren
  • Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte aus Erneuerbaren Energien
  • Herstellung von Biomasse, Biogas und Biokraftstoffen
  • Energiespeicher
  • Wasser-, Abwasser- und Abfallmanagement

Förderkonditionen:

  • Förderkredit ab 1,03 Prozent effektivem Jahreszins
  • Bis zu 25 Millionen Euro Kreditbetrag
  • Aktuell und befristet: bis zu sechs Prozent Klimazuschuss des zugesagten Kreditbetrags
  • Die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist möglich

 

Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft (295)

Diese Linie fördert Maßnahmen, die die Strom- oder Wärmeeffizienz erhöhen und einen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs leisten:

Förderfähig sind unter anderem: 

  • Querschnittstechnologien wie Elektromotoren, Pumpen, Ventilatoren, Drucklufterzeugung, Abwärmenutzung, Wärmerückgewinnung
  • Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien wie Solarkollektoren, Biomasse, Wärmepumpen
  • Digitalisierung von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (Energiemanagement)
  • Optimierung von Anlagen und Prozessen

Förderkonditionen:

  • Bis zu 55 Prozent Tilgungszuschuss
  • Bis zu 25 Millionen Euro Kreditbetrag
  • Die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln für die gleichen Maßnahmen ist nicht möglich

 

Energieeffizienz in Produktionsanlagen und -prozesse (292)

Gefördert werden in dieser Linie Neuinvestitionen und Modernisierungsmaßnahmen gewerblicher Unternehmen. Neuinvestitionen müssen Energieeinsparung über dem Branchendurchschnitt realisieren. Modernisierungsinvestitionen müssen zu Endenergieeinsparung von mindestens zehn Prozent im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch der letzten drei Jahren führen.

Förderfähig sind unter anderem:

  • Maschinen, Anlagen und Prozesstechnik
  • Druckluft, Vakuum- und Absaugtechnik
  • Elektrische Antriebe und Pumpen
  • Prozesskälte und Prozesswärme
  • Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung für Produktionsprozesse
  • Mess-, Regel- und Steuerungstechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

Förderkonditionen:

  • Förderkredit ab 1,03 Prozent effektivem Jahreszins
  • Bis zu 25 Millionen Euro Kreditbetrag

 

Energieeffizient Bauen und Sanieren (276, 433)

Mit dieser Linie fördert die KfW Neubau, Ersterwerb und Sanierung gewerblich genutzter Immobilien, die zur Energieeinsparung und Minderung des CO2-Ausstoßes führen. Sanierungen müssen mindestens die Standards eines „KfW-Effizienzgebäude 70“, Neubauten die Effizienzgebäudestandards 55 erreichen.

Förderfähig sind unter anderem:

  • Wärmedämmung
  • Fenster, Vorhangfassaden, Außentüren und Tore
  • Sommerlicher Wärmeschutz
  • Lüftung und Klima inkl. Wärme- und Kälterückgewinnung, Abwärmenutzung
  • Nah- oder Fernwärme
  • Wärme-/Kälteverteilung und -speicherung
  • Wärme-/ Kälteerzeugung sowie Kraft-Wärme- beziehungsweise Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlagen
  • Beleuchtung
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Gebäudeautomation.

Förderkonditionen:

  • Förderkredit ab ein Prozent effektivem Jahreszins
  • Bis zu 25 Millionen Euro Kreditbetrag
  • Bis zu 27,5 Tilgungszuschuss
  • Nur 433: Bis zu 28.200 Euro Zuschuss je Brennstoffzelle.

Planen Sie Ihre KfW-Förderstrategie mit einer PIUS-Beratung

Neben diesen Förderlinien der KfW stellen wir Ihnen noch zwei weitere Förderprogramme der KfW auf einer gesonderten Seite vor: 

 

Damit Sie diesen Förderdschungel durchschauen können, beginnen Sie die Planung Ihrer KfW-Förderstrategie am besten mit einer PIUS-Beratung, für die Sie ebenfalls Zuschüsse über uns beantragen können. 

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