Bäckerei und Konditorei senkt kontinuierlich Energiekosten

Schon vor zehn Jahren entschied sich Matthias Streiter, nur noch Öko-Strom zu nutzen. Seine traditionsreiche Bäckerei und Konditorei aus Kassel betreibt er seit 1999 bereits in dritter Generation. Und der Bäcker hofft, dass der 1928 gegründete Familienbetrieb durch Sohn oder Tochter weitergeführt wird. Aus ethischen Gründen verfolgt der Handwerksmeister eine nachhaltige Geschäftspolitik. Seine 2003 und 2006 eröffneten Filialen stattete er mit der damals aktuellen Technik aus. Seine Zentrale mit Backhaus bringt er Zug um Zug auf den technisch-energetisch neuesten Stand.

Spitzenlast reduziert - Backöfen mit Wärmerückgewinnung

Anfang 2013 entschied sich der Kasseler Bäcker, sich professionelle Unterstützung bei der energetischen Optimierung seines Betriebs zu holen. 2012 verursachte die Hauptfiliale mit dem angeschlossenen Backhaus immerhin 97.208 Euro Energiekosten, davon 97 Prozent Strom. Viel Geld für ein Unternehmen mit 65 Mitarbeitern. Auf Anraten des RKW Hessen beauftragte er den Ingenieur Michael Jung mit einer Energieeffizienzberatung, die durch das Mittelstandsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert wurde. Eine schnell wirksame Empfehlung war, die Spitzenlast beim Stromverbrauch zu reduzieren, indem die drei Backöfen nun zeitversetzt eingeschaltet werden. Ersparnis 855 Euro pro Jahr. Für 2015 plant der Bäckermeister eine große Investition, um den Backbetrieb noch energieeffizienter zu organisieren. Dann sollen die drei Öfen nacheinander ausgetauscht und mit einer Wärmerückgewinnung (WRG) versehen werden. Die Investition von rund 180.000 Euro soll eine Energieeinsparung von bis zu 25.000 Euro pro Jahr einbringen. Die WRG soll dann auch einen Teil der Fernwärme ersetzen, die der Bäcker für Backstube, Verkaufsraum, Verwaltung im ersten Stock seit Anfang 2014 nutzt. Der mögliche Einspareffekt der WRG liegt voraussichtlich bei 4.175 Euro pro Jahr, was die Umwelt um rund 11.000 kg CO2 entlasten könnte.

Beleuchtung auf LED-Technik und T5-Röhren umgestellt

„Energieeinsparung ist für mich eine fortlaufende Aufgabe, die jeder Handwerker auf seine To-Do-Liste setzen sollte“, zeigt sich Matthias Streiter überzeugt. Die technische Entwicklung solle man kontinuierlich verfolgen. Oder man müsse einen Ingenieur wie Michael Jung haben, der auf das Machbare hinweist. So empfahl der Energieberater, in Backstube und Verkauf sowie für die Beleuchtung der Außenfassade auf LED-Technik und T5-Röhren mit Elektronischen Vorschaltgeräten umzurüsten. Bei einer Investition von rund 5.200 Euro spart die Bäckerei wohl künftig pro Jahr rund 3.600 Euro Stromkosten. Auch bei der Kühlung und der Klimatisierung sind Optimierungsmaßnahmen geplant.

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