Papierklebebänder mit Prozessdampf energieeffizient produzieren

Unscheinbar aber sicher verkleben sie Kartonagen und Verpackungen aller Art. Die Gebrüder Seidel produzieren seit über 100 Jahren in mittlerweile vierter Generation gummierte Kleberollen und Tapestreifen aus Papier. Für die Verpackungs- und Wellpappenindustrie bieten sie die umweltverträgliche Alternative zu PVC-Klebebändern.

Umweltfreundliche Klebebänder aus energetisch optimierter Produktion

Für ihre Herstellung wird Prozessdampf eingesetzt, energieintensiv und teuer. In den zwei fast 20 Meter langen Anlagen werden die Papierrollen eingespannt, abgerollt, mit Heißkleber (Tapestreifen) oder Leim aus Lebensmittelstärke beschichtet, mit Heißdampf getrocknet und wieder aufgerollt. Danach werden die Papierrollen auf die Kundenwünsche konfektioniert, bedruckt und zugeschnitten sowie für den Transport vorbereitet. Die Kesselanlage für den Prozessdampf aus dem Jahr 1977 wird  bisher auch dafür eingesetzt, die Produktionshallen, Büros und eine angrenzende Wohnung zu heizen. Dabei produzieren die Pfungstädter nur an 120 Tagen im Jahr Kleber, wofür der teure Dampf  erzeugt wird. Der Kessel aber muss deshalb fast das ganze Jahr laufen. „Wir verstehen uns als umweltfreundlichen Betrieb mit nachhaltigen Produkten und setzen deshalb auch schon seit Jahren Ökostrom ein“, berichtet Christian Seidel, Juniorchef des Familienunternehmens. „Da war es jetzt an der Zeit, unsere Produktion energetisch zu optimieren.“ Auf Vermittlung des RKW Hessen beauftragte er Dipl. Ing. Hans-Jürgen Seeberger mit einer PIUS-Beratung, wie er in seiner Produktion den Energieverbrauch reduzieren kann. PIUS steht für Produktionsintegrierter Umweltschutz.

Neue Heizung und Fenster sparen 30 Prozent Erdgas ein

Den Heizkessel zur Dampfproduktion und Raumwärme betreibt das Familienunternehmen mit Gas. Ingenieur Seeberger berechnete für den gesamten Betrieb den spezifischen Heizbedarf und fand heraus, dass 30,64 Prozent des Heißdampfes nicht für den technischen Prozess genutzt werden. Für die Erwärmung der Liegenschaft ist Dampf aber zu teuer. Zudem zeigte die Untersuchung der Heizkörper und schlecht isolierten Leitungen, dass auch hier Handlungsbedarf besteht. Im weiteren Verlauf förderte die Analyse zu Tage, dass auch über die einfach verglasten Fenster der Fabrikation viel Abwärme entweicht. Mit dem Einbau neuer Fenster ließe sich der Wärmebedarf der Werkshallen von 74 kW auf 60 kW senken. Insgesamt berechnete Hans-Jürgen Seeberger ein Einsparpotenzial von 21,5 Prozent des Gasverbrauchs durch eine Entkopplung der Heißdampfproduktion von der Raumwärmeversorgung und weitere rund neun Prozent durch die bessere Isolierung. Damit würden die Gebrüder Seidel bei ihrem Gesamtgasbezug auch unterhalb der so genannten Sonderbemessungsgrenze fallen. Immerhin geht es bei dieser Sonderbemessung um rund 9.000 Euro, die der örtliche Energiedienstleister jährlich an Gebühren fordert.

Laden Sie sich das PDF-Dokument mit dem kompletten Praxisbeispiel über die Gebrüder Seidel GmbH & Co. KG herunter. Lesen Sie darin, wie Christian Seidel den Energieverbrauch seines Unternehmens nachhaltig reduzierte.

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