Druckerei Lokay senkt Energieverbrauch um fast 70 Prozent

Das Unternehmen war schon 2010 die „Umwelt- und Familiendruckerei des Jahres“ bei den „Druck & Medien Awards“. Ralf Lokay leitet den Betrieb aus Reinheim in dritter Generation und hinterfragt seit 2004 alle Prozesse – ja sogar die herrschenden Methoden seiner Branche. Zum Lokay-Standard gehören:

  • Ökostrom
  • umweltfreundliche Papiere
  • alkoholfreies Drucken
  • mineralölfreie Druckfarben auf Basis nachwachsender Rohstoffe
  • Erdgas betriebenes Lieferfahrzeug 
  • Zertifizierung nach E.M.A.S. (Eco- Management and Audit Scheme) und
  • klimaneutrales Drucken.

Fassadendämmung, Beleuchtung und Kälte- und Klimaversorgung

2013 startete Ralf Lokay die nächste Runde mit der Sanierung des Produktions- und Verwaltungsgebäudes und einer energetischen Optimierung. Für seine Planungen in den Bereichen Gebäudehülle und -technik sowie zur Beantragung von Förderprogrammen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und der BAFA (Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle) beauftragte er im April 2013 die RKW Hessen GmbH mit einer PIUS-Beratung, die Jochen Letsch von der EnerCheck GmbH durchführte. PIUS steht für Produktionsintegrierter Umweltschutz. Obwohl die Druckerei bereits nachhaltig druckte, konnte der Energieingenieur die enormen Einsparpotenziale bestätigen, die Ralf Lokay bereits vermutet hatte. Seit Herbst 2013 setzt er Maßnahmen an Fenstern und Fassaden, Heizungsanlagen, Druckluft, Beleuchtung, Kälte- und Klimaversorgung sowie Lüftungstechnik um. Zusammen sollen sie bis zu 70 Prozent der bisher eingesetzten Energie einsparen.

Abwärmenutzung von Druckmaschinen und Druckluft-Kompressoren

Die Gebäudehülle wurde gedämmt, alle Fenster erneuert. So sparte Ralf Lokay bereits in der ersten Heizperiode rund 35 Prozent Energie. Vor allem in der kalten Jahreszeit verursachte die alte Öl-Heizung früher bis zu vier Fünftel des Energiebedarfes für Wärmeerzeugung. Dabei strahlen die beiden großen Druckmaschinen viel Wärme ab, die bisher mit einem Kühlsystem abgeleitet wurde. Künftig nutzt der Betrieb die Abwärme der Druckmaschinen für die Heizung in Produktion und Büro. Abwärme entsteht auch an den Kompressoren für die Druckluft-, Vakuum- und Kühlanlagen. „Mit den eingesparten Energiekosten gewinne ich Spielräume, die ich für den weiteren Aufbau unserer Marke, zur Weiterbildung des Personals oder zur Kundengewinnung einsetzen kann“, begründet Ralf Lokay seine konsequente Sanierung und Modernisierung. Statt mit Druckluft erfolgt die Lüftung und Befeuchtung künftig mit Wasserdruck und feinen Zerstäubern. Diese Maßnahme bringt immerhin auch eine Ersparnis von rund 6.000 kWh, rund 67 Prozent weniger als mit dem alten System.

Laden Sie sich das PDF-Dokument mit dem kompletten Praxisbeispiel über die Druckerei Lokay e.K herunter. Lesen Sie darin, wie Ralf Lokay den Energieverbrauch seiner Druckerei nachhaltig reduzierte. 

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